Das NS-Dokumentationszentrum, Max-Mannheimer-Platz 1, lädt zu folgenden Veranstaltungen ein:
- Am Mittwoch, 22. April, 16.30 Uhr, zu „NS-Ideologie, Bildhauerei und Wiedergutmachungspolitik – ein Spaziergang und eine szenische Lesung mit Samuel Fischer-Glaser und Angela Stiegler‘ im Lenbachhaus und im NS-Dokumentationszentrum.
Die Künstler*innen untersuchen die Verbindung zwischen Bildhauerei, NS-Ideologie und den blinden Flecken der Erinnerungspolitik. Mit einem Spaziergang führen sie dafür vom Garten des Lenbachhauses ins NS-Dokumentationszentrum. Im Gespräch mit den Kurator*innen der Ausstellung gehen die Künstler*innen der Frage nach, inwiefern ästhetische Formen ideologisch aufgeladen sein können und wie sich faschistisches Gedankengut in scheinbar harmlosen Objekten zeigt. Sie werfen die Frage auf, welche Darstellungen im Münchner Stadtbild sichtbar sind und welche Geschichten nicht vorkommen.
Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist online unter nsdoku.de/programm erforderlich. Treffpunkt ist im Garten des Lenbachhauses, statt.
- Am Donnerstag, 23. April, 19 Uhr, zum Gespräch „Franco. Der ewige Faschist: eine Biografie“ mit Till Kössler im NS-Dokumentationszentrum, Max-Mannheimer-Platz 1.
Der Spanier Francisco Franco zählt zu den prägenden Diktatoren des 20. Jahrhunderts. Anders als seine Verbündeten Hitler und Mussolini konnte er sich über den Zweiten Weltkrieg hinaus bis 1975 an der Macht halten. Die Einordnung seiner Person und seiner beinahe 40-jährigen Herrschaft in die europäische Zeitgeschichte ist dabei auch heute noch umstritten. Diese umfassende Darstellung von Francos Leben gibt Einblicke in die wechselvolle Geschichte Spaniens im 20. Jahrhundert und bietet zugleich Ansatzpunkte für ein besseres Verständnis autoritärer Herrschaft in der Gegenwart.
Till Kössler ist Professor für Historische Erziehungswissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Auf Grundlage aktueller Forschung unternimmt Kössler in der vorliegenden Biografie eine historische Neuvermessung Francos. Anschaulich und quellennah zeichnet er dessen Karriere nach: von den Anfängen als junger Kolonialoffizier in Marokko über seinen Aufstieg zum grausamen faschistischen Alleinherrscher im Spanischen Bürgerkrieg und Verbündeten der Achsenmächte im Zweiten Weltkrieg bis in die Umbruchszeit der 60er und 70er Jahre.Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Informationen unter nsdoku.de/programm.