Die Märkte München führen auf dem Viktualienmarkt ein neues Mehrweg-Rücknahmesystem ein: „ReMuc – Ois im Kreis“. Ab dem Frühjahr können Kund*innen ihr Mehrweggeschirr an fünf Rücknahmeautomaten abgeben – unabhängig von Öffnungszeiten und Marktstand, an dem die Behältnisse ausgegeben wurden. Die Märkte München haben das Mehrwegkonzept gemeinsam mit den vier deutschen Firmen RECUP, Relevo, Cup Company und Circle Cubes entwickelt. Ziel ist es, Mehrwegbehältnisse nicht nur beim Verzehr vor Ort, sondern auch zum Mitnehmen von Speisen und Getränken attraktiver zu machen. So entsteht ein geschlossener Mehrweg-Kreislauf, der die Müllmengen reduziert und den Umstieg auf Mehrweg erleichtert.
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Erfolgreich getestet – der Prototyp des Rückgabeautomaten für Mehrweggeschirr am Viktualienmarkt. Edwin Grodeke, Leiter des Kommunalreferats, Bürgermeisterin Verena Dietl und Kira Weißbach, stellvertretende Geschäftsführerin der Märkte München, zeigten sich begeistert von der neuen Anlage. (Foto: Märkte München)
Derzeit können Händler*innen auf den Münchner Lebensmittelmärkten bei To-go-Angeboten noch Einweg- und Mehrwegbehältnisse parallel ausgeben. Während beim Verzehr vor Ort die Umstellung auf Mehrweg bereits erfolgt ist, greifen viele Kund*innen beim Mitnehmen weiterhin zu Einwegprodukten. Ein Grund dafür ist vor allem die bislang oft umständliche Rückgabe von Mehrwegbehältnissen.
Hier setzt das neue System am Viktualienmarkt an: Die Rückgabe der Becher und Schüsseln erfolgt künftig einfach über Automaten. Relevo stellt die digitale Lösung bereit, Recup die Mehrwegbehältnisse und Circle Cube die Rücknahmeautomaten. Cup Company übernimmt die Logistik, sammelt die Behältnisse ein, spült sie und bringt sie zurück zu den Händler*innen. Die Märkte München tragen die fixen Kosten des auf fünf Jahre angelegten Pilotprojekts. Die Marktstände beteiligen sich je nach Nutzung über eine variable Gebühr pro Mehrwegbehälter.
Bürgermeisterin Verena Dietl: „Das System ist einfach und alltagstauglich: Ich kaufe wie gewohnt meinen Kaffee to go am Viktualienmarkt, schlendere damit über den Markt und werfe den Becher anschließend in den Automaten. Das Pfand wird mir bargeldlos erstattet. Dadurch reduzieren wir die Müllmenge, entlasten die Händler*innen und machen Mehrweg für die Kund*innen besonders unkompliziert.“
Edwin Grodeke, Leiter des Kommunalreferats und 1. Werkleiter der Märkte München: „Das Prinzip der Automatenrückgabe kennen die Menschen bereits von den Pfandflaschen. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass diese Lösung angenommen wird. Ein innovativer Beitrag zum Münchner Ziel, Zero Waste City zu werden.“
Kira Weißbach, 2. Werkleiterin der Märkte München: „Das ReMuc-System ist flexibel programmierbar. Perspektivisch ist es denkbar, dass Behältnisse zurückgegeben werden können, die außerhalb des Viktualienmarktes ausgegeben wurden. Mit einer möglichen Ausdehnung auf die Innenstadt gewinnt das Rücknahmekonzept weiter an Attraktivität.“
ReMuc-Firmen: „Wir freuen uns, dass die Stadt mit ReMuc ein starkes Zeichen für Mehrweg und gegen Einwegmüll setzt. RECUP, Relevo und Cup Company sind als Münchner Unternehmen besonders stolz, unsere langjährige Erfahrung im Bereich Mehrweglösungen einzubringen und für die Stadt dieses wichtige Projekt umzusetzen. Gemeinsam mit unserem Partner CircleCube schaffen wir ein Angebot, das Mehrweg für alle einfach macht – die bargeldlose Rückgabe rund um die Uhr am Automaten ist dabei ein echter Gamechanger.“