Auch in diesem Jahr vergibt die Landeshauptstadt wieder sechs Stipendien für Musik à 8.000 Euro, von denen eines für Akteur*innen im Kinder- und Jugendbereich vorgesehen ist. Ausgezeichnet werden Andreas Begert, Christian Benning, Luis Gonzáles Lladó, Valentin Renner und das Trio Merak. Das Stipendium für ein Projekt im Kinder- und Jugendbereich geht an Daan Wilms. Den mit 3.000 Euro dotierten Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis für Musik erhält Olga Surikova. Dies entschied heute der Stadtrat in seiner Vollversammlung auf Vorschlag einer Jury. Mit den jährlich vergebenen Stipendien für Musik sollen konkrete, besonders anspruchsvolle musikalische Arbeitsvorhaben in den Bereichen Komposition, Programmerarbeitung oder berufliche Fortbildung außerhalb Münchens unterstützt werden. Die Stipendien können sowohl für Einzel- als auch Ensembleleistungen in allen Musikgattungen und -bereichen, mit besonderer Berücksichtigung der zeitgenössischen Erscheinungsformen, vergeben werden. Mit dem Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreis für Musik sollen junge Kunstschaffende im Bereich der Musik für kreative Leistungen gefördert werden.
Andreas Begert erhält ein Stipendium für das Kompositionsvorhaben der ersten bayerischen Oper „Ludwig und Aphrodite“, die sich durch Origi- nalität, künstlerische Schlagkraft und die lebendige und innovative Pflege bayerischen Kulturguts auszeichnet. Begert steht für musikalische Qualität seiner Kompositionen sowie den geschmackvoll verspielten und bisweilen avantgardistischen Einsatz der bayerischen Sprache und des traditionellen Musikguts.
Das Ausnahmetalent Christian Benning hat sich bereits in sehr jungen Jahren als einer der international führenden Multipercussionisten seiner Generation etabliert. Mit seiner Percussion Group, in der er nahezu alle Münchner Top-Schlagwerker seiner Generation versammelt, nimmt er sich in seinem Programm BEAThoven der Musik Beethovens an.
Seine Leidenschaft für zeitgenössische Musik und neue Klangwelten möchte Luis Gonzáles Lladó mit dem von ihm konzipierten Education-Programm „Neue Musik? – so klingt klassische Musik von heute“ Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Schulbesuchen näherbringen.
Valentin Renner überzeugt durch eine herausragende instrumentale Exzellenz am Schlagzeug sowie durch eine klar konturierte künstlerische Haltung, die auf Kontinuität, Tiefe und kollektiver Entwicklung basiert. Mit seinem Trio RENNER verfolgt er einen eigenständigen, kammermusikalisch geprägten Ansatz, der bereits durch erste Auszeichnungen und überregionale Aufmerksamkeit bestätigt wird. Die Förderung der Albumproduktion „RENNER 2.0“würdigt ein bereits überzeugend entwickeltes künstlerisches Profil.
Das Trio Merak um die in Rumänien geborene Musikerin Christina Lehaci mit Felix Kolb am Schlagwerk und Boris Knežević am Klavier verdichtet mit „Beethoven to Go“ die sinfonische Musik des Komponisten. Von diesem Pocket Orchestra mit der ungewöhnlichen Besetzung aus Klavier, Marimba und Vibraphon werden flexible Aufführungen jenseits von klassischen Konzertsälen an unterschiedlichen Orten im Stadtraum ermöglicht. Mit „Nala und die Regenwolke“ realisiert der Schlagzeugvirtuose Daan Wilms gemeinsam mit seinem Schlagzeugkollegen Mathias Lachenmayr, der Mezzosopranistin Katharina Guglhör und der Dramaturgin Katharina Ortmann ein Musiktheaterprojekt für Kinder zum Thema Wasser. Die Sopranistin Olga Surikova kann in ihrem jungen Alter bereits auf zahlreiche Auszeichnungen und Erfolge zurückblicken. Sie war bereits an der Bayerischen Staatsoper zu hören und wird in den Spielzeiten 2026/27 und 2027/28 Mitglied des Opernstudios der Wiener Staatsoper sein. Die junge Künstlerin überzeugt mit ihrer weichen wie prägnanten Stimme und gibt ihr – technisch höchst versiert – eine Strahlkraft, die in ihrer überzeugenden Bühnenpräsenz eine geradezu ideale Entsprechung findet. Die ausführlichen Jurybegründungen und Informationen zum Preiswesen unter www.muenchen.de/kulturfoerderung unter „Preise“. Der Jury gehörten an: Aylin Aykan (Musikerin/Veranstalterin), Christiane Böhnke-Geisse (Veranstalterin), Antonia Dering (Musikerin), Tobias Schneider (Kulturamtsleiter Dachau), Roman Sladek (Musiker und Veranstalter) und Antje Zelnitschek (miau | music is a unit) sowie aus dem Stadtrat Thomas Niederbühl und David Süß (Die Grünen – Rosa Liste), Leo Agerer und Jens Luther (CSU) und Julia Schönfeld-Knor (SPD).
Verleihung der Stipendien
Die Stipendien für Musik werden gemeinsam mit den Stipendien für Bildende Kunst und den Leonhard und Ida Wolf-Gedächtnispreisen für Bildende Kunst und Musik im Rahmen einer geschlossenen Veranstaltung am 14. Oktober im Saal X, HP8, Gasteig Sendling verliehen.
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