Am Dienstag, 5. Mai, 19 Uhr lädt die Monacensia im Hildebrandhaus, Maria-Theresia-Straße 23, zum Poetik Salon „Wenn der Spielraum enger wird: Selbstzensur in der Gegenwartsliteratur“ ein. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Autor*innen heute schreiben, wenn wirtschaftlicher Druck und gesellschaftliche Sensibilitäten den literarischen Freiraum zunehmend begrenzen.
Der Bibliothekar Johann Christoph Adelung definierte den Spielraum einst als Raum, innerhalb dessen sich ein Körper frei bewegen kann. Für die Kunst war er lange ein Versprechen, Sprache immer wieder neu zu erfinden. Dieser Freiraum wird enger – durch die Erwartungen eines Marktes, der schnelle Verkäufe verlangt, und durch das, was der Literaturwissenschaftler Steffen Martus als „gekränkte Sprachfreiheit“ beschreibt: eine erhöhte Aufmerksamkeit für verletzende Sprache, die zu Selbstzensur führen kann.
Im Poetik Salon diskutieren die Autor*innen Dagmar Leupold und Norbert Niemann mit dem Lektor Georg M. Oswald über Spielräume und Grenzen literarischer Arbeit. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wer Sprache, Denken und Bewusstsein prägt. Bei Wein, Käse und Trauben lädt die Runde zu einem offenen Gespräch in entspannter Atmosphäre ein. Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Weitere Informationen zur Monacensia unter www.monacensia.org.
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