Tatsächliche Nutzung, Kosten und Einsparpotenziale der städtischen Büroflächen
Anfrage Stadtrat Dirk Höpner (München-Liste) vom 7.1.2026
Antwort Kommunalreferat:
In Ihrer Anfrage teilten Sie uns mit, dass der Stadtrat mit Beschluss vom 20.10.2021 (Sitzungsvorlagen Nr. 20-26/V 04641) festgelegt hat, „die Zahl der Büroarbeitsplätze um mindestens 15% zu reduzieren, die Anmiet- und Bewirtschaftungskosten um mindestens 20% zu senken sowie Homeoffice und Desk-Sharing verbindlich umzusetzen.“
Sie bitten in Ihrer Anfrage den Oberbürgermeister, „dem Stadtrat einen zusammenfassenden Bericht zur tatsächlichen Nutzung der städtischen Büroflächen seit 2021 vorzulegen“.
Sie bitten in diesem Zusammenhang um die Beantwortung der folgenden Fragen:
Frage 1:
Durchschnittliche Auslastung der Büroarbeitsplätze je Referat und Standort.
Antwort:
Das Kommunalreferat wird Mitte 2026 eine Sitzungsvorlage in den Stadtrat einbringen, in der die aktualisierte Verwaltungsstandortstrategie der Landeshauptstadt München dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt werden wird. Das Ziel dieser neuen Verwaltungsstandortstrategie wird sein, durch Nachverdichtung und Desksharing vor allem die Anzahl der angemieteten Verwaltungsstandorte zu reduzieren. Die durchschnittliche Auslastung der Büroarbeitsplätze je Referat und Standort wird die Basis für die Festlegung einer zukünftigen Desksharingquote in städtischen Verwaltungsgebäuden sein. Die von Ihnen angeforderten Daten werden aktuell noch gemeinsam mit allen Referaten erhoben und der geplanten Sitzungsvorlage zu Grunde gelegt.
Frage 2:
Identifikation dauerhaft untergenutzter oder leerstehender Flächen.
Antwort:
Für die Identifikation untergenutzter Flächen werden aktuell gemeinsam mit den Referaten die Personalkennzahlen mit den vorhandenen Arbeitsplätzen und Homeofficequoten abgeglichen. Bereits durch die bisherigenMaßnahmen können sich abzeichnende Leerstände in Verwaltungsgebäuden sofort identifiziert und dann eine Nachnutzung oder Aufgabe dieser Flächen realisiert werden.
Frage 3:
Durchschnittliche Gesamtkosten pro Büroarbeitsplatz (inkl. Miete und Bewirtschaftung)
Antwort:
Bei angemieteten Verwaltungsgebäuden liegen die durchschnittlichen Mietkosten inkl. Nebenkosten aktuell bei jährlich ca. 8.000 Euro je Büroarbeitsplatz. In der o.g. Sitzungsvorlage werden die durchschnittlichen Gesamtkosten je Büroarbeitsplatz in städtischen und angemieteten Verwaltungsgebäuden dargelegt.
Frage 4:
Vergleich zwischen den im Beschluss vorgesehenen und den tatsächlich realisierten Einsparungen
Antwort:
Die Mietkosten (inkl. Nebenkosten) für angemietete Verwaltungsgebäude belaufen sich auf jährlich ca. 98 Mio. Euro. Durch die Umsetzung der seitens des Stadtrats beschlossenen Einsparquote von 15% konnten bzw. können zukünftig einige Verwaltungsstandorte aufgegeben werden. Die Einsparung beträgt rund 7,5 Mio. Euro pro Jahr. In der o.g. Sitzungsvorlage werden die bisher erreichten und zukünftig möglichen finanziellen Einsparungen ausführlich dargelegt.
Frage 5:
Darstellung bislang ungenutzter Einsparpotenziale und deren Ursachen.
Antwort:
Die Einsparquote von 15% konnte die Einsparpotenziale in städtischen Verwaltungsgebäuden noch nicht zufriedenstellend heben. Das Kommunalreferat plant daher in der o.g. Sitzungsvorlage dem Stadtrat die Einführung einer Desksharingquote vorzuschlagen. Dadurch könnten Nachverdichtungs- und Desksharingpotenziale miteinander verknüpft und die Belegung weiter optimiert werden.
Wir hoffen, Ihre Fragen zufriedenstellend beantwortet zu haben.