Der Klimapakt Münchner Wirtschaft vereint einige der größten Unternehmen Münchens und ist auf Initiative des Referats für Arbeit und Wirtschaft (RAW) entstanden. Nun endete die dritte Runde der erfolgreichen Initiative, die dazu beitragen will, dass die Stadt bis 2035 die Klimaneutralität erreicht. Die Bilanz zeigt: Diese war wiederum ein Erfolg. Gemeinsam sparten die 16 teilnehmenden Unternehmen im Zeitraum 2023 bis 2025 rund 47.000 Tonnen Treibhausgasemissionen ein und erreichten so Ihr Ziel, zum Klimaziel der Stadt einen signifikanten Beitrag zu leisten. „Dass die beteiligten Unternehmen ihr selbst gestecktes Ziel erreicht haben, freut mich als Schirmherr des Klimapakts ganz besonders“ sagte Dr. Christian Scharpf, Referent für Arbeit und Wirtschaft im Rahmen der Abschlussveranstaltung im Munich Urban Colab. „Die Wirksamkeit des Klimapakts geht über pure Zahlen weit hinaus. Der Klimapakt ist ein Netzwerk von Expertinnen und Experten, die den Klimaschutz in ihren Unternehmen wirksam vorantreiben. Deshalb danke ich allen teilnehmenden Unternehmen und den Kooperationspartnern für ihr großes Engagement und ihre Vorbildwirkung.“
Neben dem Beitrag von Dr. Scharpf hörten die rund 80 Gäste auch einen Vortrag des renommierten Klimawissenschaftlers Professor Dr. Anders Levermann vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung.
Der Referent für Arbeit und Wirtschaft, Dr. Christian Scharpf (li.), begrüßte bei der Klimapakt-Abschlussveranstaltung den Klimawissenschaftler Professor Dr. Anders Levermann. (Foto: LHM/Robert Haas)
Das Motto des Klimapakt 3 lautete „verbindlich. wirksam. sichtbar.“ In der Laufzeit 2023 bis 2025 wurden 107 Klimaschutzmaßnahmen von den Unternehmen initiiert. Die Maßnahmen reichten dabei vom Errichten einer unternehmenseigenen Geothermieanlage und dem Optimieren von Ma-
schinenparks über den Aufbau von PV-Modulen, Refurbishment-Programmen bis hin zu Dachbegrünungsmaßnahmen. Ihre Wirksamkeit zeigten die Unternehmen auch in der Zusammenarbeit – sowohl durch den gemeinsamen Wissensaufbau und das Teilen von Best-Practice-Beispielen in Fachworkshops und Wissensaustauschformaten, aber auch durch zahlreiche gemeinsame Maßnahmen.
Zur Abschlussveranstaltung ist eine Broschüre mit den Ergebnissen des Klimapakt 3 erschienen. Diese kann unter http://www.wirtschaft-muenchen.de/produkt/klimapakt-muenchner-wirtschaft-3 abgerufen werden. Das RAW will das Erfolgsmodell Klimapakt Münchner Wirtschaft fortführen und arbeitet derzeit an den Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung des Projekts. Ein möglicher Kick-Off für den neuen Klimapakt ist für Anfang 2027 geplant.
Folgende Unternehmen haben sich in der dritten Phase des Klimapakts Münchner Wirtschaft für den Klimaschutz engagiert: Bayerische Motoren Werke AG, Bayerischer Rundfunk, Deutsche Telekom AG & Deutsche Telekom Technik GmbH (Power & Air Solutions), Europäisches Patentamt, Giesecke+Devrient GmbH, Google Germany GmbH, Hubert Burda Media
Holding KG, Knorr-Bremse AG, MAN Truck & Bus SE, Microsoft Deutschland GmbH, MTU Aero Engines AG, Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG, Siemens AG, Telefónica Deutschland Holding AG, TÜV SÜD AG, Versicherungskammer Bayern. Außerdem haben sich drei Kooperationspartner aktiv beim Klimapakt 3 eingebracht: die Flughafen München GmbH, die IHK für München und Oberbayern sowie die Stadtwerke München GmbH. Infos zum Klimapakt unter http://www.munich-business.eu/standort-muenchen/klimaschutz-ressourcen/klimapakt3.html.