Alternativen zu „Hier kein Übergang“-Schildern
Anfrage Stadtrat Manuel Pretzl (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄH-LER) vom 29.12.2022
Antwort Mobilitätsreferent Georg Dunkel:
Zunächst möchten wir um Entschuldigung bitten, dass Sie bisher noch keine Rückmeldung von uns erhalten haben.
In Ihrer Anfrage vom 29.12.2022 legen Sie folgenden Sachverhalt zu Grunde:
„An vielen Haltestellen des öffentlichen Personennahverkehrs finden sich ,Hier kein Übergang‘-Schilder, wahlweise versehen mit Richtungspfeilen, die den Weg zu einem Übergang anzeigen. Gerade in den verkehrlich manchmal unübersichtlichen Bereichen einer Haltestelle sind diese Schilder verkehrssicherheitstechnisch sicherlich notwendig. Vor dem Hintergrund des gerade erst beschlossenen Einstiegs in die Teilstrategie Fußverkehr der Mobilitätsstrategie 2035 stellen sich aber dennoch die Fragen nach Alternativen, insbesondere, wenn die Schilder durch ihre Umleitung aus einem Übergang über eine Straße einen Übergang über mehrere Fahrbahnen macht.“
Herr Oberbürgermeister Reiter hat mir Ihre Anfrage zur Beantwortung zugeleitet. Die darin aufgeworfenen Fragen beantworte ich zusätzlich anhand einer Stellungnahme der MVG wie folgt:
Frage 1:
Wie viele der genannten Schilder sind in München aufgestellt?
Antwort:
Die MVG bezieht hierzu wie folgt Stellung: „Nach Rücksprache mit den Kolleg*innen der Betriebskoordination und des Bauunterhalts können wir die Anzahl der Schilder, die im Bereich unserer Anlagen aufgestellt sind, nicht konkret beziffern.“
Frage 2:
Ist bekannt, an welchen Stellen diese Schilder von Passanten am häufigsten ignoriert werden und dadurch Gefahrensituationen geschaffen werden?
Antwort:
Konkrete Erkenntnisse darüber, an welchen Stellen „Hier kein Übergang“-Schilder besonders häufig missachtet werden und dadurch Gefahrensituationen entstehen, liegen derzeit nicht vor.
Aus verkehrsfachlicher Sicht ist jedoch davon auszugehen, dass entsprechende Situationen insbesondere dort auftreten können, wo sich Haltestellen in komplexen oder unübersichtlichen Verkehrsbereichen befinden und der direkte Weg zu einem gesicherten Übergang Umwege erfordert.
Frage 3:
Sind Lichtsignalanlagen an diesen besonderen Gefahrenstellen oder auch an Stellen, an denen „Hier kein Übergang“-Schilder zu größeren Umwegen zwingen, möglicherweise bessere Alternativen?
Antwort:
Bezüglich möglicher Alternativen, etwa in Form zusätzlicher signalgesicherter Übergänge an Stellen mit besonderem Querungsbedarf, ist anzumerken, dass eine solche Maßnahme stets situationsspezifisch und anhand der örtlichen Rahmenbedingungen z.B. ausreichende Aufstellfläche für zu Fuß Gehende, geprüft werden muss und durch das Mobilitätsreferat auch regelmäßig geprüft wird. Die Einrichtung zusätzlicher signalisierter Querungsmöglichkeiten hat Einfluss auf die Freigabezeiten der restlichen Verkehrsmittel, weshalb auch diesbezüglich eine Abwägung stattfinden muss.
Um Kenntnisnahme von den vorstehenden Ausführungen wird gebeten. Wir gehen davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist.