Die Baustelle nach der Baustelle am Platz vor dem Museum Lichtspiele
Anfrage Stadtrat Manuel Pretzl (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄH-LER) vom 10.12.2025
Antwort Mobilitätsreferent Georg Dunkel:
In Ihrer Anfrage vom 10.12.2025 legen Sie folgenden Sachverhalt zu Grunde:
„Erst vor wenigen Wochen wurde die Umgestaltung des Platzes vor dem Museum Lichtspiele in der Au nach langer Planungs- und Ausführungszeit fertig gestellt – nur, um dann, kurze Zeit später, für eine neue Baustelle wieder aufgerissen zu werden. Dieses Vorgehen ist nicht nur für die Anwohner*innen bzw. die Anrainer*innen unverständlich und bedeutet neue Unannehmlichkeiten, sondern wirft auch Fragen nach der Baustellenplanung der Landeshauptstadt München (LHM) auf. Dazu kommt, dass die Anwohner*innen bzw. Anrainer*innen unseres Wissens nicht über die erneut anstehende Baustelle informiert wurden.“
Oberbürgermeister Dieter Reiter hat mir Ihre Anfrage zur Beantwortung zugeleitet. Die darin aufgeworfenen Fragen beantwortet die Stadtwerke München (SWM) wie unten. Ich darf vorausschicken, dass die Baumaßnahme beim Mobilitätsreferat (MOR) als untere Straßenverkehrsbehörde als Notmaßnahme beantragt wurde. Eine Koordination von Notmaßnahmen erfolgt naturgemäß kurzfristig und ohne Vorausschau.
Frage 1:
Um was für eine Art der Baustelle handelt es sich hierbei (eine Eintragung in der Servicekarte Baustelle der LHM war zumindest am genauen Standort nicht zu finden|Stand: 10.12.2025, 09:00 Uhr)?
Antwort:
Es wurde ein Netzanschluss Strom (Hausanschluss) für die Münchner Stadtentwässerung (MSE) aufgrund eines Antrags der Stadtentwässerung vom Juli 2025 erstellt. Die Ausführung wurde nach Rückmeldung der Auftraggeberin nach offenen Vorarbeiten erledigt. Bei der genannten Maßnahme handelt es sich um eine Kurzbaustelle mit einer Regeldauer von weniger als fünf Tagen. Solche Hausanschluss-Baustellen werden derzeit von den Stadtwerken nicht in der Servicekarte der LHM eingetragen, da sie aufgrund ihrer Kürze und Häufigkeit (ca. 1.500 pro Jahr) organisatorisch anders behandelt werden.
Frage 2:
Angesichts dessen, dass der Beschluss zur Umgestaltung des Platzes schon im September 2022 [Hervorhebung durch den Verfasser] gefasst wurde: Gab es keine Möglichkeit, die erneut entstandene Baustelle mit den vorherigen Arbeiten zu kombinieren, um die Auswirkungen auf das Umfeld möglichst klein zu halten?
Antwort:
Die Stadtwerke München sind sich bewusst, dass es in diesem Bereich bereits zuvor Belastungen gab. Allerdings erreichte der Antrag der MSE die SWM Infrastruktur erst im Juli 2025. Die SWM nehmen den Hinweis jedoch ernst und überprüfen Möglichkeiten zur noch besseren Abstimmung der unterschiedlichen Akteure.
Frage 3:
Warum wurden die Anwohnerinnen und Anwohner nicht über die erneute Baustelle informiert, nachdem sie schon zuvor lange Zeit Beschwernisse zu erleiden hatten?
Antwort:
In jeder verkehrsrechtlichen Anordnung bzw. in jedem Erlaubnisbescheid wird die Antragstellerin (SWM) bzw. das bauverantwortliche Bauunternehmen verpflichtet, die betroffenen Anlieger*innen stichhaltig über die bevorstehenden Bauarbeiten zu informieren. Die als Auflage geforderte Anliegerinformation scheint versehentlich unterblieben zu sein.
Frage 4:
Entstehen der LHM durch die erneute Baustelle zusätzliche Kosten?
Antwort:
Für die Landeshauptstadt München entstehen keine Kosten, da es sich um einen Standardanschluss an das Versorgungsnetz der SWM Infrastruktur GmbH & Co. KG handelt.