Das Jüdische Museum München, St.-Jakobs-Platz 16, lädt am Mittwoch, 20. Mai, um 19 Uhr zum Vortrag und Gespräch mit dem Titel „Jüdische Geschichte(n) in Marokko: Wandel, Erinnerung und Dialog“ mit dem Islamwissenschaftler Abderrahmane Ammar im Rahmen der Ausstellung „Yalla. Arabisch-jüdische Berührungen“ ein. Das marokkanische Judentum blickt auf eine über 1.500-jährige Geschichte zurück. Obwohl es heute nur noch knapp 3.000 Jüdinnen und Juden im Land gibt, durchziehen die Spuren jüdischen Lebens Marokko in vielerlei Hinsicht: in der Kultur, im Handwerk, in religiösen Traditionen, aber auch in jüdischen Ortsnamen und heiligen Pilgerstätten. Die Bedeutung des jüdischen Erbes wurde sogar 2011 in die marokkanische Verfassung eingeschrieben. Bis heute werfen Fragen nach Identität, Erinnerung und Zusammenleben neue Perspektiven auf: Wie wird jüdisches Leben in Marokko wahrgenommen? Welche Bilder von Israel und der Schoa prägen die Gesellschaft? Und was bedeutet dieses gemeinsame Erbe für Gegenwart und Zukunft?
Die Veranstaltung moderiert Ulrike Heikaus vom Jüdischen Museum München. Dr. Abderrahmane Ammar ist Islamwissenschaftler und Soziologe und arbeitet in Berlin als TV-Journalist.
Weitere Infos und Anmeldung unter http://www.juedisches-museum-muenchen.de/kalender/details/juedische-geschichten-in-marokko-488/3486.