Einen Kaffee oder Saft auf die Hand, einen Snack beim Bummel über den Viktualienmarkt, einen spontanen Zwischenstopp an einem der Stände: To-go ist Teil des Viktualienmarkt-Alltags geworden. Und jetzt gehört das einheitliche Mehrwegsystem des Pilotprojekts „ReMuc – Ois im Kreis“ ganz selbstverständlich auch dazu. Am Mittwoch, 27. Mai, stellt Bürgermeisterin Mona Fuchs zusammen mit Kommunalreferatsleiter Edwin Grodeke und den Projektbeteiligten das Projekt vor.
So funktioniert das System: Speisen und Getränke zur Mitnahme werden am Viktualienmarkt an allen teilnehmenden Ständen in RECUP Bechern und Bowls ausgegeben. Das System folgt der gewohnten Pfandlogik mit einem Euro Pfand für Becher und fünf Euro für Bowls. Die Rückgabe ist rund um die Uhr an neun Automaten an fünf Standorten auf dem Marktgelände möglich. Das Pfand wird zunächst in Münzen erstattet, bis die Automaten auf eine bargeldlose Version umgerüstet werden.
Die Zahl der teilnehmenden Marktstände wächst kontinuierlich, aktuell sind zehn Stände Teil des Projekts. Eine Übersicht findet sich unter www.recup.de/viktualienmarkt. Die Becher und Behältnisse vom Viktualienmarkt können auch an allen anderen RECUP-Rückgabeorten in der Stadt abgegeben werden. RECUP Becher und Behältnisse ohne QR-Code, die nicht am Viktualienmarkt gekauft wurden, werden von den Automaten jedoch noch nicht akzeptiert.
Bürgermeisterin Mona Fuchs: „Wir müssen unser Müllaufkommen deutlich reduzieren. Der Viktualienmarkt ist der perfekte Ort, neue Lösungen zu erproben. Wenn wir möchten, dass die Menschen auf Mehrweg umsteigen, müssen wir deren Nutzung so komfortabel und leicht wie möglich machen. Die Rückgabeautomaten sind hierzu ein erster wichtiger Meilenstein. Ich freue mich, wenn die Münchner*innen diese gut annehmen.“
Edwin Grodeke, Leiter des Kommunalreferats und 1. Werkleiter der Märkte München: „Endlich muss man sich nicht mehr fragen, wohin mit dem leeren To-go-Becher: Der Viktualienmarkt zeigt damit, wie Nachhaltigkeit im Alltag funktionieren kann. Mit dem einheitlichen Mehrwegsystem vermeiden wir nicht nur unnötigen Abfall, sondern schaffen auch ein System, das sich im Alltag nahtlos einfügt. Die Standbetreiber*innen werden entlastet, und wir alle tragen aktiv dazu bei, den Markt ökologisch nachhaltiger zu gestalten.“
Philipp Goos, Geschäftsführer von RECUP: „Der Viktualienmarkt ist ein Ort mit viel Bewegung und hoher Besucheranzahl. Genau hier muss Mehrweg selbstverständlich werden. Deshalb haben wir Nutzung und Rückgabe so einfach wie möglich gemacht und Mehrweg fügt sich damit nahtlos in den Alltag der Besucher*innen ein. Das Projekt zeigt, wie viel Potenzial in öffentlichen Räumen steckt.“
Damit Mehrweg sich nahtlos in den Marktalltag einfügt, arbeiten mehrere Münchner Partner mit den Märkten München zusammen. RECUP stellt die Becher und Bowls bereit. CircleCube liefert die Rückgabeautomaten, Relevo betreibt diese und stellt zudem die Bestellplattform für Standbetreiber. Cup Company Service übernimmt die Logistik und professionelle Spülung der Behältnisse.
Die Märkte München haben das Pilotprojekt auf fünf Jahre angelegt. Es soll zeigen, wie Mehrweg an stark besuchten Orten im Stadtleben umgesetzt werden kann. Der Viktualienmarkt dient dabei als Modell für weitere Plätze, an denen Menschen unterwegs essen und trinken, etwa andere Märkte, öffentliche Orte oder Verkehrsknotenpunkte. ReMuc macht sichtbar, wie Mehrweg Teil des Alltags werden kann, ohne diesen zu verkomplizieren.
(Siehe auch unter Terminhinweise)