Münchner Frauenkirche: Alle Infos zu Dom, Türmen und Teufelstritt

Der Dom „Zu Unserer Lieben Frau“ ist das unverwechselbare Wahrzeichen der Stadt München. Wir haben zusammengefasst, was Ihr über die Frauenkirche wissen müsst.

Wissenswertes zur Münchner Frauenkirche auf einen Blick

  • Der Münchner Frauendom ist eine spätgotische Kirche aus dem 15. Jahrhundert.
  • Seine beiden charakteristischen Türme messen knapp 100 Meter.
  • Der Südturm ist für Besucher geöffnet und bietet einen Ausblick über die ganze Stadt.
  • Auch von Innen ist die Kirche außerhalb der Gottesdienste für Publikum zugänglich.
  • Zu den Highlights für Besucher zählen das Wittelsbacher-Denkmal, die Bischofsgruft, und der Teufelstritt.
  • Mehr Infos zu den Öffnungszeiten
  • Die Termine für Messen

Die Türme der Frauenkirche: Das Wahrzeichen der Stadt

Foto: Katy Spichal

Die Türme der Frauenkirche sind heute das Wahrzeichen der Stadt München. Ihre charakteristischen "Welschen Hauben" wurden ihnen aber erst 36 Jahre nach der Fertigstellung der Kirche aufgesetzt.

Südturm:

  • Der Südturm ist für Besucher als Aussichtspunkt zugänglich
  • Er misst stolze 98,45 Meter.
  • In diesem Turm läuten sieben riesige Glocken.

Nordturm:

  • Mit 98,57 Meter ist der Nordturm minimal höher.
  • Im Turm hängen insgesamt drei Glocken.
  • Hier findet man auch noch das mittelalterliche Tretrad aus der Bauzeit.

Turmaufstieg: Höchster Aussichtspunkt in der Altstadt

Foto: muenchen.de/Michael Hofmann Ausblick von der Frauenkirche auf den Marienplatz

Zehn Jahre lang wurde der Südturm renoviert, weshalb er auch als Aussichtspunkt nicht zugänglich war. Seit März 2022 gelangen Besucher*innen über eine Wendeltreppe und einen Fahrstuhl wieder in die Turmstube. In fast 99 Meter Höhe erwartet sie dort eine Rundumsicht aus 16 Fenstern auf München und die Alpen.

Die Öffnungszeiten sind täglich von 10 bis 17 Uhr (sonn- und feiertags ab 11:30 Uhr). Der Eintritt kostet für Erwachsene 7,50 Euro, für Kinder bis 7 Jahren 5,50 Euro. Kinder unter 7 Jahren müssen keinen Eintritt zahlen. Tickets sind im Domshop erhältlich.

Weitere Informationen zur Wiedereröffnung des Südturms und zum Aufstieg >>

Bildergalerie: So schön ist die Münchner Frauenkirche

Blick vom Alten Peter auf die Frauenkirche. Weitere Infos zur Münchner Frauenkirche
Die Türme der Frauenkirche mit den sogenannten " Welschen Hauben" wurden erst 36 Jahre nach Vollendung der Kirche angebracht. Die Türme blieben im Zweiten Weltkrieg im Gegensatz zur Kirche weitgehend unversehrt. Weitere Infos zur Frauenkirche in München
Beeindruckend sind vor allem das Gewölbe und die farbigen Glasfenster. Die Gewölbe der Frauenkirche wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört, der Wiederaufbau sollte den Dom noch schöner und einladender wirken lassen. Weitere Infos zur Frauenkirche in München
Im hinteren Teil des Doms steht das Kenotaph, welches für den 1347 gestorbenen Kaiser Ludwig den Bayern aufgestellt wurde. Weitere Infos zur Frauenkirche in München
Im hinteren Teil der Frauenkiche steht die Automatenuhr, links zu sehen das Epitaph von Philipp Dobereiner, rechts der Auferstehungsaltar des Münchner Magistrats in der Sebastianskapelle. Weitere Infos zur Frauenkirche in München
Dieser Fussabdruck im Eingangsbereich unter dem Chor hat den Namen "Teufelsritt". Weitere Infos über die Frauenkirche in München
Hier soll der Teufel höchstpersönlich gestanden haben, weil er mit Baumeister Jörg von Halspach um dessen Seele gewettet hatte. Weitere Infos über die Frauenkirche in München    
1990 wurde das Innere des Doms groß renoviert, Farben von Boden, Wänden und Decken wurden geändert und die Gewölberippen erneuert. Weitere Infos zur Frauenkirche in München
Hier sieht man ein Bronzerelief von Papst Benedikt XVI. von Josef Alexander Henselmann am hinteren linken Pfeiler. Weitere Infos zur Frauenkirche in München
Die Hauptorgel wurde bei der Restaurierung des Münchner Doms 1990 neu gebaut. Regelmäßig finden in der Frauenkirche Orgelkonzerte statt - ein Genuss für die Ohren. Weitere Infos zur Frauenkirche in München
Wunderschöne Schnitzereien findet man am äußeren Chorgestühl. Weitere Infos zur Frauenkirche in München
Hinter dem Altarraum führt eine Treppe in die Krypta. Diese wird auch als Gottesdienstraum für kleinere Gruppen genutzt. Weitere Infos zur Frauenkirche in München
Das Altarbild ist von Karl Caspar und wurde 1977 hier aufgehängt. Weitere Infos zur Frauenkirche in München
In der Bischofsgruft liegen zahlreiche Wittelsbacher begraben. Weitere Infos zur Frauenkirche in München
Ein Blickfang im Altarraum in der Münchner Frauenkirche ist das vergoldete Standbild der Maria Immaculata. Weitere Infos zur Frauenkirche in München
Einfach mal in einer Bank Platz nehmen, die Ruhe genießen und dem Alltag entfliehen. Weitere Infos zur Frauenkiche in München
Hoch oben schwebt ein gewaltiges Kreuz mit Jesus Christus. Weitere Infos zur Münchner Frauenkirche
Am Chorschluss sind Teile des Memminger Altares aufgehängt, der aus dem Jahre 1500 stammt. 1860 wurde er für den Münchner Dom erworben. Weitere Infos zur Frauenkirche in München
Hier flackern die Opferkerzen, die man in der Frauenkirche an mehreren Stellen zünden darf. Weitere Infos zur Frauenkiche in München
Über dem Brautportal der Frauenkirche ist Sonnenuhr auf der Mauerfläche aufgemalt. Weitere Infos zur Frauenkirche in München

Die gotische Architektur der Frauenkirche

Foto: Katy Spichal

Die Frauenkirche ist eine spätgotische, dreischiffige Hallenkirche. Das Kirchenschiff ist 109 Meter lang, 40 Meter breit und 37 Meter hoch und bietet 2.000 Menschen Platz.

Typisches Zeichen der Gotik sind die nach oben strebenden Pfeiler im Inneren der Kirche. Die weißen Pfeiler und die hellen Gewölberippen schaffen zusammen mit den bunten Glasfenstern einen hellen und offenen Eindruck.

Innenausstattung und Kunst

Foto: Katy Spichal

Die Innenausstattung der Kirche ist im Vergleich zu anderen gotischen Bauwerken schlicht. Den Altarbereich krönen zwölf Reliefs aus dem Lebensweg der Gottesmutter und das exponierte Standbild Maria Immaculata. Gemälde beschränken sich auf Darstellungen von Maria mit Kind sowie Jesus als Schmerzensmann mit Wunden.

Zudem könnt Ihr im Inneren des Doms viele unterschiedlich ausgestaltete Seitenkapellen, Altäre, Bildwerke und Epitaphien sind im Inneren des Doms zu bestaunen, ebenso wie eine Automatenuhr aus dem 16. Jahrhundert.

Wittelsbacher-Denkmal und Bischofsgruft

Foto: Katy Spichal

Die überaus prunkvolle Gedenkstätte an den großen Wittelsbacher ist kaum zu übersehen und reich verziert mit Bronzefiguren und Symbolen. Eine große Kaiserkrone an der Spitze des Prunkgehäuses erinnert an die Kaiserwürde Ludwig des Bayern.

Unterhalb des Doms liegt die Bischofsgruft. Einige Mitglieder des Adelshaus Wittelsbach, aber auch die Erzbischöfe von München und Freising sind dort begraben.

Die Legende vom Teufelstritt

Foto: Katy Spichal

Der berühmte Fußabdruck in der Eingangshalle stammt der Legende nach vom Teufel höchstpersönlich. Er hatte mit dem Baumeister um dessen Seele gewettet, dass in der Kirche kein Fenster zu sehen ist. An besagter Stelle konnte er zunächst in der Tat keine Fenster sehen, da sie von den Säulen verdeckt werden. Vor Freude über die scheinbare Dummheit der Menschen stampfte er auf und hinterließ im Boden seinen Fußabdruck.

Als der Teufel jedoch einen weiteren Schritt nach vorne wagte, entdeckte er die Fenster und sah, dass er getäuscht wurde. Wütend verwandelte er sich in Wind und wollte den Bau zerstören. Er versucht es wohl noch immer, denn wer in die Nähe des Doms kommt oder ihn betritt, spürt stets eine leichte Brise.

Orgelkonzerte und Dommusik

Foto: Katy Spichal

Die Frauenkirche gibt regelmäßig Orgelkonzerte, hat mehrere Chöre und eine eigene Domsingschule. Die große Hauptorgel ist eine von vier Orgeln des Doms, die aus der Werkstatt Georg Jann (Alkhofen bei Regensburg) stammen. Die Dommusik ist an Sonn- und Feiertagen und zu besonderen Anlässen zu hören.

Die Baugeschichte des Münchner Wahrzeichens

Bereits seit 1240 stand am Rande der früheren Residenz eine Kirche, die von den Wittelsbachern errichtet wurde. Mit dem Wachstum von Stadt und Bevölkerung wurde im 15. Jahrhundert entschieden, eine neue, repräsentativere Kirche zu errichten.
 
Den Auftrag für den Backstein-Bau erhielt der Münchner Baumeister Jörg von Halspach (auch Jörg Ganghofer genannt). Von der Grundsteinlegung im Jahre 1468 bis zur Vollendung der Kirche vergingen nur 20 Jahre - zur damaligen Zeit ein zügiger Baufortschritt.

Video: Ein Rundgang durch die Münchner Frauenkirche

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