Floßlände in München-Thalkirchen: Surfen auf der Welle und Flöße beobachten

Floßlände Maria Einsiedel am Isarkanal für Wassersport und Floßfahrten

Die historische Floßlände Maria Einsiedel in Thalkirchen speist sich über Kanäle aus der Isar. Hier enden die touristischen Flöße von Wolfratshausen und eine stehende Flusswelle lockt Surfer*innen an.

Die Floßlände Maria Einsiedel (Zentrallände) im Überblick

  • Ort: Die rund 400 Meter lange Floßlände von Maria Einsiedel in München-Thalkirchen erhält ihr Wasser über den Ländkanal (Floßkanal), einer Abzweigung des Isarwerkkanals auf der Höhe des Hinterbrühler Sees. Als Mühlbach fließt das Wasser ab durch das Naturbad Maria Einsiedel. An der Thalkirchner Brücke mündet der Mühlbach wieder zurück in den Isarwerkkanal.
  • Bedeutung: Die 1899 erbaute Floßlände oder auch Zentrallände ist die einzige übriggebliebene Landestelle für Flöße in München.
  • Freizeit: Surfwelle am Einlauf zum Ländebecken, Anlegestelle für touristische Flöße aus Wolfratshausen sowie Kanuten und Kajakfahrer
  • Sehenswertes in der Nähe: Naturbad Maria Einsiedel, Hinterbrühler See, Isar, Campingplatz und Golfplatz München-Thalkirchen, Tierpark Hellabrunn

Surfspot an der Floßlände: Die älteste surfbare Flusswelle der Welt

Foto: muenchen.de/Michael Hofmann Surfer*innen und Zuschauer*innen an der Floßlände

Die stehende Welle am Einlauf der Floßlände gilt als älteste surfbare Flusswelle der Welt, sozusagen als "Heimat des Riversurfings". Bereits seit 1971 wird am Ende des Ländkanals in München-Thalkirchen gesurft, der Spot gilt als deutlich leichter für Anfänger als die weit berühmtere Eisbachwelle am Haus der Kunst.  Das Surfen ist nur während der Floßsaison von Mai bis September möglich, dann wird mehr Wasser in den Kanal geleitet, den sich die Surfer mit Kanuten, Kajakfahrern und den touristischen Flößen aus Wolfratshausen teilen.

An der Zentrallände enden die Isar-Floßfahrten von Wolfratshausen nach München

Foto: muenchen.de/Michael Hofmann Kurz vorm Ziel: Ein Floß fährt auf die Floßlände zu

Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts versorgten Flöße über die Isar die Stadt München mit Lebensmitteln und Waren aus dem Alpenraum. Heute verkehren nur noch in der Saison von Mai bis September touristische Flöße auf der 28 Kilometer langen Strecke durch das Isartal von Wolfratshausen bis zur Zentrallände. Die Fahrten mit Bier, Brotzeit und Blasmusik können von Gruppen gebucht werden und dauern rund fünf bis sieben Stunden. An der Floßlände werden die Holzflöße auseinandergebaut und zurücktransportiert.

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