Fahrermangel bei der MVG
Antrag Stadtrat Manuel Pretzl (Stadtratsfraktion der CSU mit FREIE WÄH-LER) vom 21.6.2023
Antwort Mobilitätsreferent Georg Dunkel:
Wir bedanken uns für die gewährten Fristverlängerungen und bitten die verspätete Beantwortung zu entschuldigen.
In Ihrem o.g. Antrag fordern Sie, dass die Stadtwerke München GmbH und deren Tochter, die Münchner Verkehrsgesellschaft mbH (MVG) umgehend einen Runden Tisch einrichten, „um die Personalengpässe in allen Betriebsteilen der Verkehrsbetriebe frühzeitig zu erkennen und zu behe- ben.
Das Ziel soll sein:
- Frühzeitige Reaktion und Aktion auf Personalengpässe
- Rückkehr zum kompletten Linienangebot bei U-Bahn, Bus und Tram spätestens zur Wiesn 2023
- Koordination innerhalb des MVV
- Steuerung von Aktionen unter enger Einbindung des Stadtrats“
Nach § 60 Abs. 9 GeschO dürfen sich Anträge ehrenamtlicher Stadtratsmitglieder nur auf Gegenstände beziehen, für deren Erledigung der Stadtrat zuständig ist. Die o.g. Thematik fällt jedoch nicht in die Zuständigkeit des Stadtrates oder als laufende Angelegenheit in die Zuständigkeit des Oberbürgermeisters, sondern in den operativen Geschäftsbereich der SWM/MVG. Eine beschlussmäßige Behandlung der Angelegenheit im Stadtrat ist daher rechtlich nicht möglich. Daher wird der Antrag im Folgenden als Brief beantwortet.
Hierzu haben wir eine Stellungnahme der dafür zuständigen SWM/MVG erbeten, die uns nun Folgendes mitteilte:
„Im ÖPNV werden deutschlandweit in den nächsten Jahren mehrere Tausend Beschäftigte in den Ruhestand gehen.
Um die Verkehrswende umsetzen zu können, bedarf es jedoch nicht nur eines Ersatzes dieser Fahrer*innen, sondern mehr Fachkräfte.
Die Stadtwerke München (SWM) sowie deren Tochter, die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) arbeiten bei der Personalgewinnung Hand in Hand.Die Kommunikationswege sind vielfältig. Nicht nur auf Jobportalen oder der eigenen Internetseite (Jobs für Fahrer*innen | Einstieg bei den SWM) werden Bewerber*innen u.a. gesucht, sondern z.B. auch in Bewerber-Bus, -Tram und -U-Bahn, in Printmedien und sozialen Netzwerken. Studierende sowie Busfahrer*innen aus dem europäischen Ausland werden als potenzielle Kandidat*innen adressiert.“
Um Kenntnisnahme von den vorstehenden Ausführungen wird gebeten. Wir gehen davon aus, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist.