Anlässlich des 90. Geburtstags des Regisseurs Herrmann Zschoche am 25. November zeigt das Filmmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1, am Donnerstag, 5. Dezember, um 19 Uhr seinen Spielfilm „Karla“ über eine junge Lehrerin, die versucht, ihrer Klasse eigenständiges Denken beizubringen, aber letztlich am System scheitert. Der Film gehörte zu den Verbotsfilmen der DDR 1965.
Herrmann Zschoche inszenierte die Geschichte als psychologisches Kammerspiel mit Jutta Hoffmann. Wie zahlreiche Filme der Jahresproduktion 1965/66 fiel auch „Karla“ dem 11. Plenum des Zentralkomitees der SED zum Opfer. Zunächst wurden einzelne Szenen herausgeschnitten, letztlich der ganze Film verboten. Erst im Juni 1990 konnte die Premiere im Berliner Kino International im Rahmen der Berlinale gefeiert werden. Der Eintritt kostet 5 Euro beziehungsweise 4 Euro bei Mitgliedschaft im Förderverein MFZ. Der Kartenvorverkauf ist online oder an der Abendkasse möglich, die 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn öffnet. Es gibt keine Reservierungen. Das Kino des Filmmuseums ist rollstuhlgerecht zugänglich und mit einer Induktionsschleife für Hörgeschädigte ausgestattet.