Im Europark soll zwischen Maria-Probst-Straße und Helene-Wessel-Bogen ein gemischtes, nachhaltiges und lebendiges Quartier entstehen. Der Ausschuss für Stadtplanung und Bauordnung des Stadtrats hat dafür den Aufstellungsbeschluss für ein Bebauungsplan- sowie Flächennutzungsplanverfahren gefasst.
Das 5,4 Hektar große Stadtquartier soll unterschiedliche Nutzungen vereinen. Angestrebt wird eine Mischung aus Wohnen und Gewerbe, Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen, ergänzt durch soziale, kulturelle und Freizeitnutzungen. Der Wohnanteil soll bei etwa 70 Prozent liegen, sodass 700 bis 1.000 Wohnungen entstehen können. Im Zuge der Planung wird untersucht, ob sich das Areal als Standort für Großhandels- und Fachmärkte mit unterschiedlichen, verdichteten, kompakten Gewerbeformen eignet. Zudem soll unter anderem eine Grünverbindung zwischen dem Neufreimanner Park und der Isar ermöglicht werden.
Bürgermeister Dominik Krause: „München braucht mehr Wohnraum, gleichzeitig wollen wir unsere Grünflächen schützen, denn sie machen die Lebensqualität unserer Stadt aus. Das neue Quartier zeigt, wie beide Ziele in Einklang gebracht werden können. Wir bauen auf bereits versiegelten Flächen und wagen uns auch ein bisschen höher hinaus. Durch die Integration von Einzelhandel, Gewerbe und Gastronomie entsteht ein modernes, attraktives Wohnviertel mit Vorbildcharakter für künftige Stadtquartiere.“ Grundlage für das planerische Konzept ist der Siegerentwurf des europaweiten, städtebaulichen Ideenwettbewerbs Europan E17 „Lebendige Städte“, der Ende 2023 entschieden wurde. Durchgesetzt hat sich die Arbeit „METROpolis“ des deutsch-spanischen Teams von Studio FGGH. Das Referat für Stadtplanung und Bauordnung hatte 2022 damit begonnen, ein integriertes Strukturkonzept für den gesamten Europark zu erarbeiten, dessen Ziel es ist, die Möglichkeiten der Umstrukturierung zu einem verdichteten, nachhaltigen und zukunftsfähigen Gebiet darzustellen. Das neue Quartier ist dafür der erste Schritt, bei dessen Entwicklung wichtige Aspekte wie Nachhaltigkeit, Klimaneutralität und Klimaresilienz zugrunde gelegt werden. Hierzu sollen beispielsweise Entsiegelung, eine klimafreundliche Wärme- und Energieversorgung, eine kompakte Bauweise sowie ein innovatives Mobilitätskonzept beitragen.
Weitere Informationen zum Projekt unter https://stadt.muenchen.de/infos/stadtquartier-im-europark.