Die neue Staffel der Reihe „Film und Psychoanalyse“ in bewährter Kooperation mit der Akademie für Psychoanalyse und Psychotherapie München beginnt im Filmmuseum im Münchner Stadtmuseum, St.-Jakobs-Platz 1, am Sonntag, 18. Oktober, um 17.30 Uhr mit dem israelischen Spielfilm „Beit Lechem“ (Bethlehem) von Yuval Adler. Thematischer Schwerpunkt bei den insgesamt fünf Filmen sind diesmal Grenzen und ihre Überschreitungen: „Borderlands“. Alle fremdsprachigen Filme werden in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln gezeigt. Die
Psychologen Salek Kutschinski und Katharina Leube-Sonnleitner halten am kommenden Sonntag eine Einführung zu „Bethlehem“ und führen die anschließende Diskussion mit dem Publikum.
In „Beit Lechem“ bietet der auf mehrjährigen Recherchen basierende Spielfilm weder Lösungsvorschläge noch Visionen für den chronischen israelisch-palästinensischen Konflikt. Erstaunlicherweise kann der Film jedoch sämtliche von den Protagonisten vertretenen Positionen – und es sind aufgrund der miteinander rivalisierenden palästinensischen Gruppen viele – verständlich machen. Die psychologische Spannung entsteht weniger durch den an Action nicht armen Plot als durch die Vermischung von Zuneigung, Empathie und Ausbeutung in der engen Beziehung zwischen einem sympathisch dargestellten israelischen Geheimdienstler und einem jugendlichen palästinensischen Informanten, dem eigentlichen Sympathieträger, für dessen innere Zerrissenheit nur der ihn instrumentalisierende Israeli Verständnis hat.
Weitere Termine der Reihe:
-Sonntag, 22. November: „No Country for Old Men”, USA 2007, Regie: Ethel and Joel Coen
-Sonntag, 13. Dezember: „Judgment – Grenze der Hoffnung“, Bulgarien 2014, Regisseur Stephan Komandarev ist zu Gast.
-Sonntag, 17. Januar: „Lichter“, Deutschland 2003, Regie: Hans-Christian Schmid
-Sonntag, 21. Februar, „Babel“, USA 2006, Regie: Alejandro González Iñárritu
Pressefotos können auf Anfrage unter Telefon 2 33-2 05 38 zugeschickt werden. Der Eintritt kostet 4, ermäßigt 3 Euro (Aufschlag bei Überlänge). Telefonische Kartenreservierungen sind unter 2 33-9 64 50 möglich.