Bezugnehmend auf den Artikel „Heiße Debatte um Krematorium“ in der BILD-Zeitung vom 16. Februar teilt das Referat für Gesundheit und Umwelt mit:
Das Krematorium der Städtischen Friedhöfe München leistet gute Dienste. Der Steinhauser-Bau des jetzigen Krematoriums mit der bestehenden Einäscherungsanlage (fünf Ofenlinien) wurde 1980 in Betrieb genommen. In den Jahren 1994 und 1995 wurden sämtliche Öfen und die Abgasreinigungsanlage im Hinblick auf die bevorstehenden immissionsschutzrechtlichen Anforderungen vollständig erneuert. Das Bayerische Landesamt für Umweltschutz war an den Planungen und der Umsetzung dieses Vorhabens beteiligt.
Die gesamte Anlage wird seitdem durch konsequente und kontinuierliche Wartung in einem technisch einwandfreien Zustand gehalten und erfüllt die für den Betrieb erforderlichen immissionsschutzrechtlichen Anforderungen. Einzelne Öfen werden lediglich zu geplanten Wartungen außer Betrieb genommen. Der Einäscherungsbetrieb ist davon nicht beeinträchtigt und jederzeit sichergestellt. Die Städtischen Friedhöfe München erfüllen damit die wichtige Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge, ein leistungsfähiges Krematorium für die Münchner Bevölkerung zu unterhalten. Von einer „maroden Anlage“ zu sprechen, ist daher aus Sicht des Referates für Gesundheit und Umwelt völlig unangemessen und nicht gerechtfertigt. Die Aussage, es gäbe „eine bis zu achtwöchige Warteliste“, trifft ebenso nicht zu. Das Krematorium ist in der Regel in der Lage, die Einäscherung innerhalb von drei Werktagen durchzuführen, nachdem zuvor sämtliche für die Einäscherung notwendigen Unterlagen (Anordnung der Feuerbestattung, Todesbescheinigung und ortspolizeiliche Freigabe) durch den beauftragten Bestatter beigebracht wurden.
Die für den Neubau des Krematoriums ermittelte Kostenobergrenze basiert auf einer externen Machbarkeitsstudie. Von einer „unrealistischen Deckelung“ kann daher nicht gesprochen werden.