In einer dreimonatigen Schulung werden Frauen aus Trudering-Riem zu Gesundheitslotsinnen ausgebildet. Ziel ist es, sie anschlie-ßend als Expertinnen rund um das Thema Gesundheit anderen Frauen im Stadtteil zur Seite zu stellen. Für die Anfang Dezember beginnende Schulung sind noch Plätze frei.
Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek: „Die Corona-Pandemie hat bestätigt, wie wichtig gesundheitliche Aufklärung und Vertrauensbildung sind, um informierte Entscheidungen und gesundheitsförderliches Verhalten zu ermöglichen. Die Gesundheitslotsinnen sind nach der Schulung als vertrauensvolle Gesundheitsexpertinnen im Stadtteil tätig. Ihre Unterstützung richtet sich vor allem an junge Frauen, Schwangere und Mütter mit kleinen Kindern. Im Sinne des Multiplikatoreneffekts geben sie ihr Wissen an Frauen in ihrem Wohnviertel weiter und führen in Zusammenarbeit mit den Einrichtungen vor Ort gesundheitsbezogene Angebote durch.“
Während der Schulung erwerben die Teilnehmerinnen Wissen aus den Bereichen Ernährung, Bewegung, psychische Gesundheit und Suchtprävention. Außerdem gehören Medienkompetenz, Hygiene, Erste-Hilfe-Maßnahmen sowie das deutsche Gesundheitssystem zu den Schulungsinhalten. Darüber hinaus werden persönliche Kompetenzen wie ein selbstbewusstes Auftreten, Kommunikationsfähigkeit und interkulturelle Kompetenz gestärkt. Ein weiterer Fokus liegt auf Stadtteilwissen: Die Teilnehmerinnen lernen die gesundheitsbezogenen Einrichtungen, Angebote und Ressourcen im Stadtbezirk kennen. Für ihren Einsatz erhalten die Lotsinnen eine Aufwandsentschädigung.
Die Unterrichtseinheiten finden von Anfang Dezember bis Ende Februar 2022 statt. Die Schulung wird von Donna Mobile durchgeführt. Sie findet vorwiegend digital, aber auch teilweise in Präsenz statt. Voraussetzungen für die Teilnahme sind Deutschkenntnisse in Wort und Schrift und ein Wohnsitz in Trudering-Riem. Die Anmeldung ist telefonisch unter 0176-40700248 oder per E-Mail an riemgl@donnamobile.org möglich.
Die Gesundheitslotsinnen sind Teil des Projekts „München – gesund vor Ort“, welches das Gesundheitsreferat in vier Stadtbezirken umsetzt. Es wird von der AOK Bayern – Die Gesundheitskasse im Rahmen der Projektförderung „Gesunde Kommune“ unterstützt.